Ein Sessel mit Rocky-Mechanismus kann Positionierung und bestimmte Transfers unterstützen, ersetzt aber nicht automatisch einen Patientenlift. Die Liftfunktion (Trage) verändert die Konfiguration des Sessels; sie hebt die Person nicht eigenständig aus dem Bett. Muss die Person vollständig angehoben werden, ist fachlich zu klären, welcher Patientenlift oder welche andere Transferlösung geeignet ist.
La Castellana Suisse ist die Schweizer Schwesterfirma von La Castellana Arredamenti in Italien. Ihre italienisch handgefertigten, medizinisch unterstützenden Sessel mit Aufstehhilfe begleiten Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Alltag. Dieser Vergleich hilft Angehörigen zu unterscheiden, was der Sessel übernehmen kann und wofür ein separates Transferhilfsmittel geprüft werden muss.
Inhaltsverzeichnis
Aufgaben im Vergleich; Möglichkeiten und Grenzen der Sesselfunktionen; Auswahl eines Transferhilfsmittels; Fragen vor der Entscheidung; Anwendung, Service und FAQ
Rocky-Mechanismus oder Patientenlift: Welche Aufgaben unterscheiden sich?
Rocky bewegt und positioniert den Sessel samt der darin sitzenden oder liegenden Person. Verglichen wird hier insbesondere ein Patientenlift für das vollständige Anheben, beispielsweise mit einem geeigneten Hebetuch. Er kann die Person aus einer Sitz- oder Liegefläche herausheben. Das ist etwas anderes als das Anheben der gesamten Sesselstruktur.
| Aufgabe | Sessel mit Rocky | Geeigneter Patientenlift |
| Sitzen und Ruhephasen | Sitzplatz mit verstellbaren Positionen für den Alltag. | Transferhilfsmittel, kein dauerhafter Sitzplatz. |
| Positionierung am Bett | Kann durch Liftfunktion (Trage), Höhenanpassung und seitlichen Zugang unterstützen. | Kann die Person beim Transfer anheben und tragen, je nach Bauart und Ausstattung. |
| Vollständiges Anheben aus dem Bett | Wird von der Liftfunktion (Trage) nicht übernommen. | Dafür ausgelegte Hilfsmittel können nach fachlicher Beurteilung eingesetzt werden. |
| Auswahl | Person, Sitzbedarf, Platz und Unterstützung müssen zusammenpassen. | Person, Hilfsmittel, passende Ausstattung, Platz und Bedienung müssen zusammenpassen. |
Beide Lösungen können sich ergänzen: Der Sessel dient dem Sitzen und Positionieren, der Patientenlift dem notwendigen Anheben beim Transfer. Die Entscheidung lautet deshalb nicht immer «entweder oder». Entscheidend ist, welche Aufgabe sicher gelöst werden muss.
Wann kann ein Sessel mit Rocky die passende Ergänzung sein?
Rocky kommt in Betracht, wenn seine Funktionen im Alltag tatsächlich gebraucht werden, etwa für regelmässige Positionierungen und die Betreuung neben dem Bett. Teilweise Mitwirkung der Person kann hilfreich sein, ist allein aber kein Nachweis, dass ein Transfer ohne weiteres Hilfsmittel geeignet ist.
Verbringt die Person viel Zeit im Sessel, können anpassbare Ruhepositionen, seitlicher Zugang und eine passende Arbeitshöhe die Betreuung erleichtern. Ob zusätzlich ein Patientenlift nötig ist, bleibt eine eigenständige Frage.
Möglichkeiten der individuellen Anpassung zeigt die Übersicht zu Pflegesesseln für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die Eignung für einen bestimmten Transfer muss trotzdem individuell beurteilt werden.
Wo liegen die Grenzen der Liftfunktion (Trage)?
Eine liegende Konfiguration ist noch kein Umsetzen
Die Liftfunktion (Trage) bringt den Sessel in eine liegende Konfiguration, die bestimmte Transfers neben dem Bett unterstützen kann. Anders als ein geeigneter Patientenlift hebt sie die Person dabei nicht aus dem Bett heraus. Der eigentliche Wechsel bleibt eine gesondert zu beurteilende Aufgabe und erfolgt nicht automatisch.
Vertikales Anheben des Sessels ist kein Herausheben
Rocky hebt die gesamte Sesselstruktur an, während die Person darauf unterstützt bleibt. Eine passende Höhe kann Angehörigen eine aufrechtere Arbeitshaltung ermöglichen. Die Funktion übernimmt jedoch nicht das Anheben der Person aus einer anderen Liegefläche. Ob die Verstellmöglichkeiten zum Bett passen, muss geprüft werden.
Seitlicher Zugang ersetzt keine Transferhilfe
Werkzeuglos abnehmbare Armlehnen können den Zugang bei Betreuung und Transfers erleichtern. Sie tragen die Person aber nicht beim Wechsel zwischen Bett und Sessel. Ob zusätzlich ein Hilfsmittel nötig ist, hängt vom vorgesehenen Transfer ab, nicht allein davon, ob die Armlehne entfernt werden kann.
Ruhepositionen und Tragkraft sind keine Transferfreigabe
Rocky bietet die Liegefunktion 180° für Ruhephasen und die Zero-Gravity-Position, die Rücken und Beine entlasten kann. Beide ersetzen keine Transferlösung. Die Tragkraft reicht je nach Konfiguration bis 340 kg. Dieser Höchstwert bestätigt weder die Eignung eines bestimmten Transfers noch die Kompatibilität mit einem Patientenlift.
Welche Bewegungen die einzelnen Systeme bieten, erläutert der Vergleich der Sesselmechanismen. Die Wahl des Mechanismus beantwortet jedoch nicht allein die Frage nach einem Patientenlift.
Wann muss ein Patientenlift oder ein anderes Hilfsmittel geprüft werden?
Eine fachliche Abklärung ist besonders wichtig, wenn die Person nicht ausreichend mitwirken oder ihre Haltung nicht stabil halten kann. Muss sie vollständig angehoben werden, ist zu prüfen, welcher Patientenlift oder welche andere Transferlösung geeignet ist. Eine bestehende fachliche Empfehlung darf nicht durch eine Produktbeschreibung ersetzt werden.
Fehlende Mitwirkung legt nicht automatisch ein bestimmtes Hilfsmittel fest. Entscheidend ist der konkrete Transfer. Besprechen Sie die Auswahl mit einer Pflegefachperson oder der Physio- beziehungsweise Ergotherapie, bei medizinischen Fragen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Die Suva empfiehlt, Hilfsmittel passend zur jeweiligen Transfersituation auszuwählen. Ihre Übersicht zu Hilfsmitteln für unterschiedliche Transfersituationen bietet eine unabhängige fachliche Einordnung. Sie ist keine Freigabe für eine bestimmte Kombination mit Rocky.
Welche Fragen entscheiden über die Hilfsmittelwahl?
Diese sechs Prüfpunkte bereiten das Beratungsgespräch vor. Sie ersetzen keine individuelle Beurteilung oder praktische Einweisung.
- Person: Welche Bewegungen, Mitwirkung und Haltungskontrolle sind möglich? Welche Schmerzen, Einschränkungen und Wünsche sind zu berücksichtigen?
- Aufgabe: Muss die Person vollständig angehoben werden? Welche Unterstützung braucht sie beim Sitzen und Positionieren? Wie häufig findet der Wechsel statt?
- Unterstützung: Wer hilft, mit welcher Erfahrung und Belastbarkeit? Wie viele Personen braucht der fachlich festgelegte Ablauf?
- Wohnraum: Passen Betthöhe, seitlicher Zugang und Platz zu Sessel, Hilfsmittel und Betreuungspersonen? Welche Hindernisse sind vorhanden?
- Ausführung: Stimmen Sitzmasse, zulässige Tragkraft und Verstellmöglichkeiten? Ist die vorgesehene Kombination von Sessel und Patientenlift geprüft?
- Erprobung: Wurde die Lösung unter den tatsächlichen Bedingungen beurteilt und erklärt? Akzeptiert die Person das Hilfsmittel? Wer unterstützt bei Veränderungen oder Störungen?
Ein angenehmes Probesitzen bestätigt noch nicht, dass der spätere Transfer zu Hause geeignet ist.
Braucht ein Sessel neben einem Patientenlift noch Rocky?
Nicht zwangsläufig. Wird das Anheben durch einen geeigneten Patientenlift übernommen, sollte der Sessel nach dem verbleibenden Sitz- und Positionierungsbedarf gewählt werden. Taurus Bed oder Megataurus können dafür ausreichen. Rocky bleibt dann sinnvoll, wenn seine zusätzlichen Funktionen tatsächlich gebraucht werden. Unabhängig vom Mechanismus muss die konkrete Kombination mit dem Patientenlift geprüft werden.
Welche Fehlannahmen führen zur falschen Auswahl?
Setzen Sie Rocky nicht mit einem Patientenlift gleich. Ebenso wenig sollte ein Lift ungeprüft als einzige Lösung gelten. Beide Annahmen überspringen die Frage nach dem konkreten Unterstützungsbedarf.
Eine hohe Tragkraft beweist keine Transfereignung. Motorisierte Verstellung bedeutet nicht, dass eine Betreuungsperson den gesamten Ablauf allein übernehmen kann.
Berücksichtigen Sie die Belastung der Angehörigen und die Wünsche der betreuten Person. Die Lösung muss im tatsächlichen Tagesablauf handhabbar sein, nicht nur während einer Vorführung.
Sichere Anwendung, Reinigung und Service
Nutzen Sie Sessel und Hilfsmittel gemäss Herstelleranleitung und individueller Einweisung. Massgebend sind unter anderem die zulässige Belastung und der vorgesehene Umgang mit Armlehnen und Rollgestell. Bei ungewöhnlichen Bewegungen, unzuverlässigen Bedienelementen oder Unsicherheit sollten Sie die Anwendung unterbrechen und fachliche Unterstützung anfordern.
Auch die britische Arbeitsschutzbehörde HSE betont, dass Hilfsmittelwahl, passende Ausstattung und die benötigte Zahl der Betreuungspersonen individuell beurteilt werden müssen. Ihre Hinweise zur Auswahl und sicheren Nutzung von Transferhilfsmitteln erläutern diese Grundsätze auf Englisch.
Reinigung: Vollständig abnehmbare Bezüge erleichtern die Pflege. Modulare Bauweise und abnehmbare Elemente vereinfachen Einbringung und Service. Wie der konkrete Bezug gereinigt werden darf, richtet sich nach seiner Pflegeanleitung.
Garantie und Lieferung: La Castellana Suisse bietet mindestens 3 Jahre Garantie, mit möglicher Verlängerung auf 5 oder 10 Jahre, sowie kostenlose Lieferung und Installation in der ganzen Schweiz. Lassen Sie sich den Umfang der Garantie für die gewählte Ausführung erläutern.
Preis und Lieferbarkeit: Lassen Sie sich den Preis der vorgesehenen Konfiguration und den Liefertermin schriftlich bestätigen. Klären Sie auch, welche Unterstützung während einer allfälligen Reparatur vorgesehen ist.
Probesitzen: Kostenloses Probesitzen ist im Studio in Kreuzlingen möglich. Für Personen, die nicht mobil sind, ist auf Wunsch auch ein Probesitzen zu Hause in Thurgau vorgesehen. Für die Beurteilung des Transfers braucht es zusätzlich die passende fachliche Begleitung.
FAQ
Kann der Rocky-Mechanismus einen Patientenlift ersetzen?
Nicht automatisch. Die Liftfunktion (Trage) kann bestimmte Transfers unterstützen, übernimmt aber kein eigenständiges Anheben aus dem Bett. Der Bedarf an einem Patientenlift oder anderem Hilfsmittel muss individuell abgeklärt werden.
Wann ist Rocky trotz vorhandenem Patientenlift sinnvoll?
Wenn seine zusätzlichen Positionierungsfunktionen die tägliche Betreuung unterstützen. Der Patientenlift und der Sessel erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ihre konkrete Kombination muss auf Eignung geprüft werden.
Bedeutet fehlende Mitwirkung, dass zwingend ein Patientenlift nötig ist?
Nicht pauschal. Fehlende Mitwirkung erfordert eine sorgfältige Abklärung. Welches Hilfsmittel geeignet ist, hängt von der Person, dem vorgesehenen Transfer und der verfügbaren Unterstützung ab.
Übernimmt die Liftfunktion (Trage) den Transfer automatisch?
Nein. Die motorisierte Verstellung verändert die Sesselposition. Sie führt den Wechsel zwischen Bett und Sessel nicht selbstständig aus. Passende Unterstützung und Einweisung bleiben nötig.
Ist Rocky auch bei Nutzung eines Rollstuhls geeignet?
Als zusätzlicher Sitzplatz kann ein Sessel mit Rocky sinnvoll sein. Der Wechsel zum Rollstuhl muss gesondert beurteilt werden. Abnehmbare Armlehnen allein bestätigen keine Transfereignung.
Wer sollte bei der Auswahl mitwirken?
Die betroffene Person, Angehörige und die Produktberatung klären den Bedarf. Für die Transferbeurteilung gehören qualifizierte Pflegefachpersonen oder die Physio- beziehungsweise Ergotherapie dazu.
Fazit
Rocky und ein Patientenlift übernehmen unterschiedliche Aufgaben und können sich ergänzen. Die Sesselfunktionen unterstützen Positionierung und bestimmte Transfers, ersetzen aber keine erforderliche Hebe- oder Transferhilfe. Entscheidend ist die individuelle Beurteilung, nicht die umfangreichste Ausstattung.
| Persönliche Beratung
Möchten Sie klären, welche Sesselkonfiguration Ihren Alltag unterstützen kann? Bei La Castellana Suisse können Sie eine persönliche Beratung und ein Probesitzen vereinbaren. Bringen Sie Angaben zu Bett, Platzverhältnissen und Unterstützungsbedarf mit. Beziehen Sie für die Transferbeurteilung auch die betreuende Fachperson ein. |